Vorteile im Betrieb
Unkrautbekämpfung
Paraquat ist ein wichtiges Mittel zur Unkrautkontrolle. Es bekämpft viele Arten und kann in den meisten Kulturen angewendet werden. Durch seine Wirkungsweise ist es vor allem dort wertvoll, wo der intensive Einsatz von Glyphosat zur Entwicklung Glyphosat-resistenter Unkräuter geführt hat oder führen kann.
Fallstudie
Die großflächige Einführung genetisch manipulierter Glyphosat-resistenter Kulturen hat dazu geführt, dass sich die Landwirte mittlerweile zu stark auf Glyphosat verlassen.
Zwar fördert Glyphosat die kontinuierliche Anwendung von Direktsaatsystemen - mit allen damit verbundenen Vorteilen für die Bodenerhaltung - doch schätzt man, dass in Brasilien heute bis zu drei Millionen Hektar von Glyphosat-resistenten Unkräutern befallen sind.
Bei einem integrierten Unkrautbekämpfungssystem wird weiterhin Glyphosat zum Abbrennen gespritzt, aber anschließend wird vor und nach Anlegen der Kultur ein Herbizid auf Paraquatbasis angewendet.
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Schnelle Wirkung
Paraquat hat in allen Jahreszeiten und unter allen Bedingungen eine schnelle Wirkung: heiß, trocken, früh oder spät im Jahr. Paraquat ist in 15 - 30 Minuten regenfest.
Im indischen Bundesstaat Westbengalen bringt die Anwendung von Paraquat zum Abbrennen von Unkräutern in Direktsaatsystemen den Landwirten den Vorteil, dass sie statt nach üblicherweise 12 Tagen bereits nach 4 Tagen eine neue Reiskultur pflanzen können. Traditionell werden die Felder gepflügt, und die Landwirte müssen warten, bis die untergepflügten Unkräuter so weit verrottet sind, dass wieder eine Kultur angelegt werden kann.
Die Wirkung von Paraquat ist -besonders an heißen Tagen - schnell sichtbar, und die Unkrauttriebe sind bald vollständig ausgetrocknet.
Die eingesparte Zeit ist auch für die nachfolgende Kultur kostbar, denn eine frühere Aussaat bedeutet früheres Ernten und bessere Preise.
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Sicher für die Kulturen
Paraquat bekämpft gezielt die Unkräuter und eignet sich daher hervorragend zur Unkrautbekämpfung zwischen den Reihen, ohne dass die Kulturen geschädigt werden. Versehentliches Besprühen von Blättern an den Kulturpflanzen schädigt nicht die ganze Pflanze.
Fallstudie
Die Sicherheit der Kulturen ist bei der Unkrautbekämpfung in Bananenkulturen besonders wichtig, da der nächste Erntezyklus von den neu gebildeten Wurzelschösslingen abhängt. Diese werden leicht durch systemische, glyphosathaltige Breitbandherbizide zerstört.
Paraquat kann in der Nähe von Mutter- und Tochterpflanzen sicher angewendet werden, ohne ein versehentliches Abdriften der Spritzbrühe auf die eine oder andere Generation befürchten zu müssen.
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Ermöglicht Mehrkulturensysteme
Nach dem Spritzen tötet Paraquat die Unkräuter ab und wird dann inaktiv im Boden. Dies ermöglicht kurze Brachezeiten und ein schnelles Anlegen der nächsten Kultur.
Fallstudie
Gemüsebauern in der chinesischen Provinz Guandong verwenden Paraquat, damit sie auf derselben Fläche bis zu acht Kulturen pro Jahr anbauen können. Die Unkräuter werden nach dem Spritzen innerhalb von ein oder zwei Tagen abgetötet, und in dieser Zeit kann der Boden ohne Verzögerung für die nächste Kultur vorbereitet werden.
Da Paraquat beim Kontakt mit dem Boden vollständig inaktiviert wird, kann die Kultur sicher gesät oder gepflanzt werden, sobald der Boden vorbereitet ist.
Mit systemischen Herbiziden müssten die Landwirte nach dem Spritzen 10 Tage warten, bevor sie mit dem Anbau der nächsten Kultur beginnen können. Bei acht Kulturen im Jahr würde dies einen Verlust von 80 Anbautagen bedeuten.
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Erhält die Bodenfruchtbarkeit
Die Anwendung von Paraquat in Direktsaatsystemen reduziert drastisch die Bodenerosion und dadurch bleibt die Bodenfruchtbarkeit erhalten.
Fallstudie
Nichtselektive Herbizide sind ein wichtiger Bestandteil von Systemen mit minimaler Bodenbearbeitung. Da die Unkräuter nicht untergepflügt werden, bedecken Pflanzen, Stroh und Stoppeln nach der Dessikation den Boden mit einer schützenden Schicht. Sie begrenzt die Erosion, bietet Habitate für Insekten und andere Wildtiere, und der ungestörte Boden baut mehr organische Substanzen auf, die für eine gute Bodenstruktur und -fruchtbarkeit verantwortlich sind.
Aber einige Unkrautarten haben Resistenzen gegen Glyphosat entwickelt, was die Landwirte in einigen Gegenden dazu veranlasst hat, ihre Felder wieder zu pflügen. Paraquat stellt eine Alternative für bodenschonende Anbausysteme dar.
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Erhöht die Erträge
Vernichtete Unkräuter können nicht mehr mit den Kulturpflanzen um Platz, Licht und Nährstoffe konkurrieren. Die Folgen sind bessere Qualität, saubere Kulturen und höhere Erträge.
Fallstudie
Landwirte in den vietnamesischen Bergen können Maiskulturen über zwei Wochen früher anpflanzen, wenn sie Paraquat in einem bodenschonenden Anbausystem anwenden.
Die einmalig schnelle Wirkung von Paraquat ist oft eine riesige Hilfe für die Landwirte, die mit schwierigen Witterungsbedingungen konfrontiert sind oder früher ernten möchten, um höhere Preise zu erzielen.
Forschungsergebnisse zeigen, dass Maiserträge durch die Anwendung von Paraquat zur Unkrautbekämpfung um mehr als 50 % gesteigert werden konnten.
Eine frühe Aussaat war entscheidend für gute Ernten. Wenn die Felder mit dem langsamer wirkenden Glyphosat vorbereitet wurden, waren die Erträge wesentlich geringer.
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Kostensenkung
Pflügen und das Jäten von Hand sind zeit- und kostenintensive Arbeiten. Durch die Anwendung von Paraquat kann die Bodenbearbeitung reduziert werden. Im Idealfall kann sogar mit Direktsaat gearbeitet werden. Daher ist der Arbeitskräftebedarf wesentlich geringer.
Fallstudie
In Vietnam wurden traditionelle Anbausysteme mit Systemen mit minimaler Bodenbearbeitung verglichen, in denen Paraquat zur Unkrautbekämpfung angewendet wurde. Paraquat wurde vor der Aussaat und später zwischen den Kulturreihen eingesetzt.
Bei der Anwendung von Paraquat waren für die Maiskulturen wesentlich weniger Arbeitskräfte erforderlich, wie die Tabelle zeigt. Da die Arbeitskräfte den größten Teil der Pflanzenproduktion ausmachen, konnten dadurch die Gesamtkosten gesenkt und die Gewinne gesteigert werden.
| Arbeitskräfte (Personentage/ha) |
Produktionskosten (Millionen VND/ha) |
Gewinn (Verlust) (Millionen VND/ha) |
|
| Traditionelle Praktiken | 220 | 15.4 | (3.0) |
| Glyphosat | 150 | 13.0 | 0.8 |
| Paraquat | 140 | 12.8 | 6.6 |
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Kraftstoffeinsparung
Wenn Paraquat in Kombination mit Direktsaat zum Einsatz kommt, kann der Kraftstoffverbrauch im Vergleich zum intensiven Pflugeinsatz um mehr als 30 Liter/ha gesenkt werden. Die Folgen sind verringerte Kohlenstoffemissionen und Kosteneinsparungen für den Landwirt.
Eine Aufschlüsselung des Kraftstoffverbrauchs in Illinois (USA) hat gezeigt, dass Direktsaatsysteme anderen Methoden überlegen sind, auch wenn ein Teil des durch den Pflugverzicht eingesparten Kraftstoffs wieder für das Säen und Spritzen verwendet wird. So ging der Kraftstoffverbrauch bei direkt gesätem Mais um 14 % und bei direkt gesäten Sojabohnen um 49 % zurück.
Im Farm Bill Themenpapier ‘Energy and Agriculture’ (Energie und Landwirtschaft) des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums aus dem Jahr 2007 heißt es:
„In den letzten Jahrzehnten … [haben] die Landwirte auf ca. 25 Millionen Hektar Kulturland Direktsaatpraktiken eingeführt. Geht man von durchschnittlichen Dieseleinsparungen von 33,13 l/ha aus, werden jährlich insgesamt 821 Millionen Liter Diesel weniger verbraucht, was den Landwirten Kosteneinsparungen von ca. USD 500 Millionen pro Jahr einbringt.“
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