Vorteile für die Umwelt
Verringert die Bodenerosion
Paraquat stabilisiert den Boden, da es die Unkräuter abtötet, aber die Wurzeln intakt lässt.
Fallstudie
Im Fünfjahresprojekt in Sagip-Lupa auf den Philippinen haben Wissenschaftler zusammengearbeitet, um Methoden zur Reduktion der Bodenerosion zu untersuchen, die eine ernste Bedrohung für die Nahrungsmittelproduktion und die Umwelt darstellt.
An den drei Versuchsstandorten wurden bei der Anwendung traditioneller Anbaumethoden durchschnittliche Verluste der oberen Bodenschicht von über 100 Tonnen/ha verzeichnet. Die Erhaltung wertvollen Oberbodens durch die Verwendung von Paraquat und Direktsaatsystemen ist statistisch signifikant.
Dies brachte auch Vorteile für die Kulturen.
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Erhöht die organischen Substanz im Boden
Durch den Einsatz von Paraquat in Systemen mit geringerer Bodenbearbeitung kann organische Substanz erhalten werden. Dies ist gut für die Bodengesundheit und -struktur, denn dadurch wird die Fruchtbarkeit erhöht, die Wasserinfiltration und -retention verbessert und Kohlendioxid gebunden.
Fallstudie
Durch den pfluglosen Anbau und den Einsatz von Paraquat zur Unkrautbekämpfung kann eine der letzten Bodenressourcen für die Nahrungsmittelproduktion in China erfolgreich genutzt werden.
In Südchina werden fast 30 Millionen Hektar roter Böden bewirtschaftet, aber sie sind stark verwittert, von Natur aus unfruchtbar und sehr erosionsanfällig. Paraquat und Direktsaat können zur Stabilisierung des Bodens beitragen.
Wird der Boden nicht gepflügt, so wird weniger organische Substanz oxidiert und der Aufbau gleicht sich mit der Zeit an. Organische Substanz ist entscheidend für die Bodengesundheit und -struktur, denn sie erhöht die Fruchtbarkeit, sorgt für eine verbesserte Wasserinfiltration und -retention und fixiert Kohlendioxid.
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Verbessert die CO2-Bilanz
Bodenschonende Anbausysteme enthalten mehr organische Substanzen, die Kohlendioxid fixieren können. Auf diese Weise angebaute Kulturen haben daher eine besserer CO2-Bilanz.
Fallstudie
US-amerikanische Landwirte können jetzt am Emissionshandelsprogramm des Bauernverbands teilnehmen. Das bedeutet, dass sie Geld bekommen, wenn sie auf ihren Ackerflächen konservierende Bodenbearbeitungssysteme wie Direktsaat und Streifenbearbeitung einsetzen.
Diese bodenschonenden Systeme erhöhen den Gehalt an organischer Substanz im Boden. Abgesehen davon, dass dies Teil einer guten landwirtschaftlichen Praxis ist, werden dadurch große Mengen an Kohlendioxid gebunden.
Agrarland hat das Potential, etwa 11 % der US-amerikanischen Treibhausgasemissionen auszugleichen, was rund 650 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr entspricht. Zu diesem Gesamtbetrag könnten Kulturflächen zu 41% beitragen, und die Hälfte davon könnte durch konservierende Bodenbearbeitungsmethoden erreicht werden, wenn diese in größerem Umfang angewendet werden.
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Erhöht die biologische Vielfalt
Schonende Bodenbearbeitungssysteme bieten bessere Habitate im und auf dem Boden sowie in gewisser Entfernung von den Feldern, da weniger Oberflächenwasser in die Wasserläufe rinnt und daher lokale aquatische Lebensgemeinschaften gefördert werden.
Fallstudie
Wenn Stoppeln und Erntereste der letzten Kultur an der Bodenoberfläche belassen werden, bietet ein ungestörter, ungepflügter Boden Lebensraum für Wirbellose und kleine Wildtiere. Vögel sind oft in größerer Zahl vorhanden und ernähren sich von verstreuten Körnern und Unkrautsamen, Insekten und kleinen Wirbeltieren.
Eine Vogelart, die in den intensiven Sojabohnenanbauregionen nördlich und südlich von Sao Paulo in Brasilien prächtig gedeiht, ist der Kaninchenkauz (Athene cunicularia). Diese Vögel nisten und schlafen in Bodenlöchern, die beispielsweise von Präriehunden gegraben sein können.
In einer jüngeren ökologischen Untersuchung ländlicher Gebiete in der Umgebung der Städte Londrina und Uberlandia wurden auf vielen ungepflügten Feldern nach dem Winter Kaninchenkäuze und ihre Behausungen beobachtet.
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Erhält die Wasserqualität
Paraquat wird extrem fest im Boden gebunden und gelangt dadurch nicht ins Grundwasser. Bei seiner Anwendung in Direktsaatsystemen wird weniger Boden von den Feldern in die Wasserläufe gespült. Dadurch wird verhindert, dass mitgeführte Nährstoffe übermäßiges Algenwachstum verursachen, das den Sauerstoffgehalt senken und das Wasserleben drastisch beinträchtigen würde.
Fallstudie
Wissenschaftler an der Benguet State University im Norden der Philippinen haben mit Gemüsebauern gearbeitet, die Paraquat verwenden.
Dabei wurde festgestellt, dass durch diese Anbausysteme eine Verringerung der Bodenerosion und des Abflusses von Oberflächenwasser um ein Drittel sowie eine Senkung der Inputkosten um 73 % erreicht werden kann.
Die amerikanische Umweltbehörde EPA kam in ihrem "RED facts document" zu dem Schluss, dass "Paraquat kein Problem für das Grundwasser darstellt, wenn es nach den normalen Anwendungsschemen für Paraquatdichlorid eingesetzt wird".
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